Und nun zu etwas ganz anderem…
April 17, 2010
Wer mich kennt, weiß auch von meiner Leidenschaft für Filme – am liebsten natürlich mit viel Action und lockeren Sprüchen von ausgewählten Schauspielern.
Öfter mache ich mir einen gemütlichen Filmeabend mit mir selbst und vielleicht einer Flasche eines alkoholischen Malzgetränkes.
Heute versuche ich mich mal an einer Filmkritik, oder besser gesagt an zweien. Achtung: Spoiler Alert!
Fleisch ist mein Gemüse
Im Vorfeld muss ich sagen, dass ich ein sehr großer Fan der Buchvorlage von Heinz Strunk bin. Genauer gesagt des Hörbuchs. Heinz Strunk schafft es, dem Leser/Hörer durch seine Erzählweisedie bedrückende die Thematik (Außenseitertum, Einsamkeit, Tod und Akne) mit viel Galgenhumor und sympathischer Mittelmäßigkeit schmackhaft zu machen. Wenn “Heinzer” in lispeligem Platt sein selbst verfasstes Gedicht über Masturbation “Stupor” vorträgt, in dem “schon bald die Männer kommen und die Placken mit großen Stücken abhauen” fällt es einem schwer, nicht laushals loszulachen.
Ein Buch über Mittelmäßigkeit also, dass einen schon fast ein bisschen stolz darauf macht.
Dass von Buchverfilmungen meistens nicht zu viel erwartet werden kann, hat sich in der Vergangenheit öfter bestätigt, daher lag der Film lange Zeit unberührt rum. Heute habe ich mich doch einmal rangetraut – und muss sagen: Ich hätte es lieber lassen sollen.
Zunächst einmal das Problem, dass bei Buchverfilmungen immer auftritt: Die Charaktere hatte ich mir zum Teil anders vorgestellt. Aber das, was mich wirklich enttäuschte war, dass der Charme des Buches – die detaillierte und humorige Beschreibung alltäglicher Belanglosigkeiten – vollkommen verloren ging. Man fixierte sich hauptsächlich auf die Handlung, und die war nicht unbedingt hollywoodreif. Daher dachte man sich beim Autorenteam wohl, man brauche einen starken weiblichen Konterpart und erfand eigens für den Film die Semi-Protagonistin Jette: eine nervig-hysterische Junglinke im Palischal, die nur vorsingt, wenn das politische Umfeld stimmt, sowie das dazu passende persönliche (Jette und Heinz werden ein Paar) und finanzielle (Heinz’ und Jettes Musik wird von einem Plattenproduzenten entdeckt) Happy End. So in etwa stelle ich mir die Enden bei High School Musical vor.
Aus der vielversprechenden Vorlage wurde leider nur das Minimalste rausgeholt. Sehr schade.
Gamer
Schon seit längerem hängt an meiner Flyerwand ein Filmposter im Postkartenformat von “Gamer”. Gerard Butler trägt darauf ein Sturmgewehr (welches genau müsst ihr selber ergoogeln – ich habe davon keine Ahnung) – sieht nach einem guten Film aus.
Der Plot klang schonmal vielversprechend: In einer nicht allzu entfernten Zukunft werden durch den Web- und Medienmogul Ken Castle (überzeugend gespielt von Michael C. Hall) zwei virtuelle Plattformen geschaffen, auf der echte Menschen per Gehirnchip von anderen Menschen kontrolliert werden. Während “Society” mehr an eine virtuell/reelle Version von “Second Life” erinnert, gehts bei “Slayers” richtig hart zur Sache. Zum Tode Verurteilte kämpfen in klassischen Combat-Situationen um ihre Freiheit – vorausgesetzt, sie überleben 30 Runden.
Das Faszinierende ist, dass auf diesen Plattformen keine klare Grenze zwischen virtuell und reell gezogen werden kann. Eine spannende Thematik auch die Gedankenkontrolle und der damit zusammenhängende Verlust dessen, was uns als freie Individuen und als Menschen ausmacht.
Die Story ist packend; Einerseits scheint die Thematik noch weit entfernt zu sein, doch man realisiert schnell, dass eine solche Gesellschaft sich schon jetzt zu formen beginnt. Die immer zunehmende Verlagerung der sozialen Interaktion in die virtuelle Realität ist vorallem für diejenigen spürbar, die die Anfänge des Internets vor ISDN und Flatrate noch live miterlebten.
Selbst die Haupthandlung des Films erinnert an sein Spiel: Einführung in die Story, einige Level, Story, Story Story und am Ende natürlich das 1 on 1 gegen den Endboss.
Der Streifen ist in sich stimmig, kurzweilig und enthält ausreichend Shootouts und scheinbar gerenderte Sequenzen, die die Unterscheidung zwischen Spiel und Realität noch schwieriger machen.
Fazit
Schaut Gamer; Hört Fleisch ist mein Gemüse.
Und fühlt euch aufgefordert, mir mitzuteilen, was ihr von den Filmen haltet.
Erinnert sich noch jemand an Zensursula?
Die hat mittlerweile ein neues Ressort bekommen und ist Arbeitsministerin. Aber wer glaubt, dass sie dort mit ihren undurchdachten Aussagen weniger Unheil anrichtet, irrt. Nach einem Artikel auf Focus-Online zu urteilen, scheint Frau vdL vollkommen den Bezug zur Realität verloren zu haben.
Schwere körperliche Arbeit spricht für Bundesarbeitsministerin von der Leyen nicht gegen die Rente mit 67. Man könne ja den Job wechseln.
steht da als Einleitung.
“Sicher”, schießt es mir als erstes durch den Kopf “immerhin hat sie den Absprung von Gebärmaschine zur Volksveräpplerin noch mit 45 geschafft.”
Die Aussage, man könne ohne weiteres in hohem Alter und dazu noch mit körperlichen Gebrechen in einen komplett neuen Beruf einsteigen ist so lächerlich und realitätsfremd, dass einem glatt die Spucke wegbleibt.
Ihre Nullkompetenz zum Thema Arbeit zeigt sich zusätzlcih noch in ihrer Haltung zum Thema Kurzarbeit. VdL möchte den Unternehmen die Kurzarbeit nämlich noch länger schmackhaft machen. Das letzte mal, als dem deutschen Volk die Kurzarbeit als Wundermittel gegen Arbeitslosigkeit und sinkendes Wirtschaftswachstum verkauft wurde, gabs einige Jahre darauf einen Krieg.
Meiner Meinung nach gibt es aktuell nur ein einziges Thema um das sich die amtierende Arbeitsministerin kümmern sollte: Jeder der einen Job hat, sollte finanziell dazu in der Lage sein, sich und seine Familie ernähren zu können.
Nur eine Revolution kann uns jetzt noch retten
März 31, 2010
In den letzen Tagen bin ich viel Zug gefahren und hatte somit die Zeit ein Pamphlet mit dem Titel “Nur eine Revolution kann uns jetzt noch retten” zu verfassen. Möglicherweise wird daraus eines Tages mein Manifest.
Einige Ausschnitte:
Jede Staatsform in jeder Kultur – sei es China, USA die Demokratische Republik Kongo oder wir Deutschen, halten unsere vergangenen Revolutionen hoch. Man kann sagen, dass der Wert eines Regierungsumsturzes überall auf der Welt anerkannt ist. Der Wille des Volkes ist Grundstein jeder Staatsform. „Terroristen“ und Staatsfeinde wurden nachträglich zu Helden, Rebellion und Revolution waren geschichtlich legitimiert.
Warum ist das heute anders? Wer sagt, Geschichte kann oder darf sich nicht wiederholen? Keine uns bekannte Staatsform war bisher von Dauer, weil die Gesellschaften stetigem Wandel unterworfen waren. Was gestern noch gut und richtig war, kann morgen schon falsch sein.
Wenn sich der Staat zu viel Macht aneignet ist es Aufgabe der Bürger, ihn umzustürzen und zu ersetzen. Es ist unsere Aufgabe, die Wahrung der Grundrechte zu erzwingen – wenn nötig auch mit Gewalt und Menschenleben. Grundrechte sind zwar auf dem Papier schön anzusehen, doch wenn wir nicht bereit sind, diese mit unserem Leben zu verteidigen, was sind sie dann noch wert?
Wer sich für das gesamte Dokument interessiert, ist herzlich eingeladen, sich dieses im .doc oder .odt Format runterzuladen. Natürlich (cc)-lizensiert.
http://rapidshare.com/files/370294437/Nur_eine_Revolution_kann_uns_jetzt_noch_retten.doc
http://rapidshare.com/files/370294612/Nur_eine_Revolution_kann_uns_jetzt_noch_retten.odt
Massenverfassungsbeschwerde eröffnet
März 16, 2010
Einigen mag aufgefallen sein, dass es still um diesen Blog geworden ist.
Klausuren, Hausarbeiten und diverse Feiertage sowie die Wahl in das Hamburger Studienparlament ließen mir leider gar keine Freizeit.
Gerade heute habe ich meine Hausarbeit “Grundrechte” beendet – Aufgabenstellung war das Erarbeiten einer Verfassungsbeschwerde.
Wie passend, dass golem.de gestern über die Massenverfassungsbeschwerde gegen Elena – den elektronischen Entgeltnachweis berichtete.
Bis zum 25.3. kann sich jeder daran beteiligen. Der Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs hat dafür extra ein Online-Formular eingerichtet.
Alle Gewalt geht vom Volke aus
Dezember 3, 2009
Die Schweiz hat entschieden – 57% der Bürger haben sich für ein Minarettverbot ausgesprochen. Es war klar, dass die “Nazi!”-Unkenrufe nicht lange auf sich warten lassen würden.
Das Bundesvorstandsmitglied der PIRATEN, Aaron König sorgte für Innerparteiliche Unruhen, indem er auf seinem Blog das Abstimmungsergebnis “verteidigte” und die direkte Demokratie als Königsweg lobte.
Zunächst einmal sei gesagt, dass Volksabstimmungen in dieser Form wenig Aussagekraft haben. Eine Frage, die nur einen Einzelfall behandelt und mit JA oder NEIN beantwortet werden soll, lässt nicht viel Spielraum für ein unmissverständliches politisches Statement. Weiterhin halte ich eine Volksabstimmung, die die Gleichheit aller Religionsgemeinschaften an sich schon in Frage stellt, für verfassungsrechtlich fragwürdig. Eine Abstimmung über die Glaubenshäuser einer bestimmten Religionsgemeinschaft kommt einer Abstimmung über die Gemeinschaft an sich gefährlich nahe. Ein nicht zu vernachlässigender Anteil wird auch vor diesem Hintergrund entschieden haben. Die “Weisheit der Vielen”, die König anpreist, funktioniert eben nur wenn sowohl die Fragestellung, als auch die Bürger weise genug sind, sprich: Rechtslage kennen und mitdenken, wohin eine derartige Stimmung führen kann.
Nicht ohne Grund wurde in die deutsche Verfassung eine Ewigkeitsklausel eingefügt:
Art. 79 Abs. 3 GG
Eine Änderung dieses Grundgesetzes, durch welche die Gliederung des Bundes in Länder, die grundsätzliche Mitwirkung der Länder bei der Gesetzgebung oder die in den Artikeln 1 und 20 niedergelegten Grundsätze berührt werden, ist unzulässig.
Zwar bezieht sich diese nicht auf die Religionsfreiheit bzw. dem grundrechtlich garantierten Recht, diese auszuüben, zeigt aber deutlich in welche Richtung dies gehen soll. Selbst wenn sich die Mehrheit für die Abschaffung des Art. 1 GG aussprechen sollte, ließe sich daran nichts rütteln.
Auch im 3. Reich war der Großteil der Bevölkerung der Meinung, man handele im Recht.
Die “Weisheit der Vielen” darf sich nur innerhalb eines Rahmens bewegen – den Grundrechten, zumindest das Recht auf Gleichbehandlung der Glaubensgemeinschaften sehe ich hier verletzt.
Eine politisch-totalitäre Bewegung, die sich anderen Glaubens- und Denkrichtungen überlegen fühlt und den Anspruch hat, Andersdenkende zu bekehren und gegebenenfalls zu töten, steht hingegen nicht unter dem Schutz der Religionsfreiheit – denn Freiheit geht immer nur so weit, wie sie die Freiheit eines anderes nicht verletzt.
Dieser Absatz vermittelt meiner Meinung nach mit erschreckender Deutlichkeit, dass die unreflektierte Terroristen-Panikmache nun endgültig ihren Weg zu den PIRATEN gefunden hat.
Wer den Islam einfach mit fanatischem Islamismus gleichsetzt und so einen nicht unerheblichen Grundrechtseingriff in die Religionsfreiheit rechtfertigt, sollte nicht mit “Freiheit” argumentieren und wer Muslime systematisch ausgrenzt, braucht sich über die feindliche Gesinnung der Extremisten nicht zu wundern.
Hi, hast du AIDS?
Dezember 2, 2009
Mit eintägiger Verspätung möchte ich mich noch zum gestrigen Welt-AIDS-Tag äußern.
Zwischen Schweinegrippe und Strahlungsbelastung vergessen viele, dass noch immer eine (in vielen Fällen) tödliche Krankheit existiert, die nachwievor nicht heilbar ist. laut WHO hat sich die Zahl der Infektionen in Europa seit 2000 mehr als verdoppelt. Im Jahr 2009 haben sich allein in Deutschland schätzungsweise 3000 Menschen angesteckt. AIDS ist schon seit langem nicht mehr ein Problem mit dem sich nur Prostituierte, Pornodarsteller, Drogenabhängige und Homosexuelle auseinandersetzen müssen, auch wenn das immer noch viele glauben möchten. So liegt die Anzahl der Personen, die sich über heterosexuellen Geschlechtsverkehr angesteckt haben mit 9.200 immer noch vor den Drogenkonsumenten (8.200), sagt das Robert-Koch-Institut.
Dabei ließe sie sich in unseren “kultivierten und zivilisierten” Staaten ohne weiteres eindämmen, deshalb:
Schützt euch und eure Geschlechtspartner!.
AIDS ist übrigens nicht das Einzige womit man sich anstecken kann.
Lesenswert!
Dezember 1, 2009
Elena kommt…
Dezember 1, 2009
Datenkraken und CDU-Politiker bekommen diesertage ganz glasige Augen und rosa Wangen, aber nicht aufgrund des Glühweins.
Elena, der elektronische Entgeltnachweis soll laut heise ab Januar 2010 die Einkommensdaten aller in Deutschland arbeitenden Menschen speichern, auswerten und Anträge bewilligen.
Was zunächst nach Fortschritt und Bürokratieabbau klingt, treibt das Land allerdings noch einen Riesenschritt Richtung Überwachungsstaat:
[...] der umfangreichen Datensatzbeschreibung (PDF) zufolge will Elena nicht nur wissen, ob einem Arbeitnehmer etwa wegen vertragswidrigen Verhaltens gekündigt wurde. Sondern auch, worin dieses Verhalten bestand – vom Arbeitgeber einzutragen in ein Freitextfeld. Diese Information sei wichtig, um über etwaige Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld entscheiden zu können, lautet die Ratio der Bundesanstalt für Arbeit.
Die Frage nach Fehlzeiten erlaubt die Differenzierung “rechtmäßiger” oder “unrechtmäßiger Streik”, und vermengt Blaumachen mit unbezahltem Fernbleiben zur Pflege eines Angehörigen unter “unbezahlte Fehlzeit”. Nach Streiks, erklärte eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums der Zeitung, müsse gefragt werden, weil nur rechtmäßige Arbeitskampfmaßnahmen als sozialversicherte Beschäftigungszeiten zählen würden.
Das wurde mal wieder geschickt eingefädelt. Während Max Mustermann noch nach dem richtigen Antragsformular sucht, erstellt Elena bereits ein Verhaltensprofil: Zweimal gekündigt, wegen Frikadellenklau; 3mal hintereinander an Streiks beteiligt; wird immer um die Weihnachtszeit krank. Gefahr für die Moral und Effektivität des Unternehmens. Beim nächsten Ausrutscher entlassen.
Gut zu wissen, dass in Deutschland alles durchgeplant und überwacht wird.
Robert Enke – Ruhe in Frieden
November 11, 2009
Nationaltorhüter Enke ist gestern Abend ums Leben gekommen. Er soll sich mit Suizidabsicht vor einen Zug geworfen haben. Enke hinterlässt eine Frau und eine 8 monatige Adoptivtochter.
Als mein Mitbewohner gestern abend in mein Zimmer stürmte und fassungslos stammelte: “Das… hat mich jetzt selber extrem schockiert…. Robert Enke…. ist tot!”, hielt ich das wie die Meisten für einen schlechten Scherz. Enke? Der war doch noch jung und fit, außer seiner mehrwöchigen Auszeit war in letzter Zeit doch auch nichts Ungewöhnliches um ihn. Doch 5 Sekunden Google bestätigten es leider.
Mit Robert Enke geht nicht nur ein Ausnahmesportler, sondern auch ein ganz besonderer Typ Fußballer. Obwohl H69 letzte Saison aufgrund der katastrophalen Abwehrarbeit als “Schießbude der Liga” bezeichnet wurde, glänzte Enke mit seiner Leistung – was ihm auch einen Platz in der Jogi-Elf verschaffte. Von allen Berühmtheiten wirkte Enke aber am Wenigsten wie eine – man sah ihn nie in der Boulevardpresse, er hielt sich mit Kritik zurück und über sein Privatleben wusste ich bis gestern gar nichts. Enke war beliebt bei fast allen Fußballfans, unabhängig von Vereinszugehörigkeit – das kommt quasi nie vor. Er war immer wie einer von “uns” – ein ganz normaler Kerl der einfach nur verdammt gut Fußball spielen konnte. Wahrscheinlich geht mir sein Tod deshalb auch so nahe, obwohl ich ihn noch nie live erleben durfte.
Seiner Witwe und Stieftochter wünsche ich alle Kraft, um die schwere Phase zu überstehen.
Neue Infos zum SchülerVZ-Suizid
November 5, 2009
Am gestrigen Mittwoch hat der Rechtsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses über den Suizid des angeblichen VZ-Erpressers diskutiert.
Nach Angaben von netzpolitik, lag ein psychologisches Gutachten vom Jugendamt Erlangen vor, in dem eine Betreuung des 20-Jährigen empfohlen wurde. Weder Staatsanwaltschaft noch Polizei hielten es offenbar für nötig in diese Richtung zu recherchieren, schließlich kam zu dem haltlosen Vorwurf des Ausspähens von Daten noch eine Anklage wegen Erpressung (angeblich ging es um eine Summe von 80.000€) hinzu.
Der Anwalt des Verstorbenen drehte den Sachverhalt per Pressemitteilung aber einmal um 180°:
Jedoch gibt es seitens der Verteidigung Hinweise darauf, dass eine Erpressung nicht versucht wurde. Vor der Bezifferung eines Betrages durch Daniel soll ein unbeziffertes Zahlungsangebot durch Mitarbeiter des Unternehmens gemacht worden sein. Wenn dem so gewesen ist, lag Zahlungsbereitschaft seitens des Unternehmens vor, die folglich nicht mit einer Drohung erzwungen werden musste. Ein Freispruch wäre im Falle eines Strafverfahrens durchaus zu erwarten gewesen.
Also Schweigegeldzahlung statt Erpressung?
Es kursiert außerdem seit kurzem ein Chatlog im Internet, zwischen dem angeblichen Erpresser und dem CTO von StudiVZ Jodok Battlog.
Achtung, die Echtheit dieses Logs ist noch unbestätigt!
batlogg: ich will nicht drohen, sondern eine lösung. du weisst was für ein straftbestand das ist?
batlogg: und das wir hier über daten im wert von mehreren millionen eur reden?
batlogg: an deiner stelle würde ich die daten erstmal nicht weitergeben
batlogg: ich würde dich gerne anrufen. bzw. dich mit einem rechtsbeistand verbinden.\
batlogg: weiss ich nicht.
batlogg: ich versprech dir, das ich dich nicht in die scheisse reinreite.
batlogg: wenn ich das wollte, hätte ich das getan.
batlogg: ich vertrau euch ebenso, das ihr da jetzt PR mässig keine scheisse baut…
exit: PR mäßig keine \scheiße\? wäre es \scheiße\ den code vom crawler public zu machen? oder die funktionsweiße detailiert zu erklären?
batlogg: nö, die story können wir gerne veröffentlichen. sogar auf unseren technik-blog.
batlogg: aber bitte dann, wenn das nicht mehr geht.
batlogg: wenn wir rate-limits haben, oder bessere captchas
batlogg: oder …